Mein erstes Bullet Journal-Jahr – BuJo Review

Was ist ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal ist eine Mischung aus einem Planer/Kalender, einer To-Do Liste und einem Tagebuch, in dem man:

  • tägliche Aktivitäten & Erfahrungen überwachen kann
  • seine Ziele in Übersicht hält
  • … und plant, wie man sie erreichen wird
  • sieht, was man machen muss/wird
  • … und was man gemacht hat

 

Das Bullet Journal (kurz: BuJo) ist eine Art des Journalings und der Notizführung, das überwiegend mit Bullet Points (Aufzählpunkte) geführt wird.

 

Wofür braucht man ein Bullet Journal?

  • ZIELSETZUNG / PLANUNG (seiner Wünsche, Träume, Ziele etc., sowohl im Privatleben, als auch im Beruf, in der Freizeit etc.)
  • KONTROLLE (über alle seine Aktivitäten, Hobbies, den Haushalt und alles, was man will)
  • PRODUKTIVITÄT
  • HABIT TRACKING (negative Eigenschaften abtrainieren, positive Routine aufbauen und überwachen)
  • ROUTINEAUFBAU
  • ERINNERUNGEN
  • was man machen muss
  • was man gemacht oder erlebt hat
  • SAMMLUNG WERTVOLLER INFORMATIONEN, LISTEN (z.B. Bücher, Filme, Serien, Sportler, Künstler, Messen etc.) ETC. – was man gerne überblicken möchte

 

Wie führt man ein Bullet Journal?

Material:

Zur Basisausstattung gehören nur drei Dinge:

  • 1 leeres Notizbuch (ca. 100 Blatt) im Format A5 (nach Geschmack, kann ein beliebig anderes Format gewählt werden)

Links, mein altes BuJo – Rechts, mein neues

  • 1 Stift (Fineliner, Kugelschreiber etc. – nach Wahl)
  • Lineal

 

Optional können auch noch folgende Dinge und noch mehr verwendet werden:

  • Washi Tape
  • Bunt-, Filzstifte (evtl. sogar Wasserfarben, wenn das Papier es zulässt)
  • Fotos
  • Bilder
  • Sticker
  • Stempel
  • etc.

 

Beim dem Bullet Journal gibt es kein Richtig und kein Falsch, da es exakt an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden kann. Ich zeige hier, wie ich mein allererstes Bullet Journal geführt und welche Schlüsse ich daraus gezogen habe. Es gibt jedoch so viele andere Arten es zu führen und es kommen immer wieder neue hinzu! Ideen kann man sich zu Genüge aus Google, YouTube und natürlich Instagram und Pinterest holen!

 

Auch wenn mein erstes Bullet Journal nach keinem konkreten Schema aufgebaut war und quer durcheinander geführt wurde, kann man es dennoch grob in zwei Teile aufteilen: ein Kalender/Planer und individuelle Liste.

 

Der Kalender:

 

INDEX (ca. 2 Seiten – kommt auf die Schrift an)

 

  • jede Seite des Bullet Journals muss dafür durchnummeriert sein, wobei es bereits durchnummerierte Journals gibt

FUTURE LOG – Übersicht über das Jahr mit Feiertagen, Geburtstagen, Urlaub, Terminen und Zielen

  • Layout: drei Monate pro Seite
  • Tipp: Monatsübersicht einfügen

(insgesamt 4 Seiten)

MONATSÜBERSICHT (MONTHLY LOG)

  • Tipp: Besser auf zwei Seiten verteilen und Aufgaben, die noch keinem Datum zugeordnet sind, an den Rand schreiben

MONTHLY TRACKER/HABIT TRACKER (1 Seite) – Überwachung / Dokumentation von Sachen & Aktivitäten, die man verfolgen will (z.B., wenn man Sport machen, oder mehr trinken will – Frauen können ihre Periode notieren)

  • Tipp: nach Kategorien sortieren (z.B. alles was mit Haushalt zu tun hat, direkt unter einander schreiben)

DAILY TO-DO LISTE + WOCHENÜBERSICHT

ODER

WOCHENÜBERSICHT MIT GENUG PLATZ FÜR TO-DO

Um besser überblicken zu können, welche Aktivität was bedeutet, oder wann sie erledigt wurde, oder erledigt werden soll, bietet es sich an sich eine Legende mit entsprechenden Symbolen zu erstellen:

EVENT – ein Ereignis, wie z.B. ein Feier- oder Geburtstag

COMPETE – wenn man eine Aufgabe erledigt hat

SCHEDULE (TERMIN O. GEPLANT) – Erklärung siehe Klammer

TO DO – eine Aufgabe, die zu erledigen ist

MIGRATED – wenn eine Aufgabe oder ein Termin in die Zukunft verschoben wird

NOTE – eine Notiz (jeglicher Art). Man kann kurz festhalten, wenn etwas Spannendes, Interessantes oder Wichtiges passiert ist, oder wenn man sich etwas merken möchte (sollte der Bedarf bestehen, ausführlicher über das Ereignis zu berichten, kann man dazu einfach die nächste leere Seite nehmen)

FAILED TO-DO – wenn man eine Aufgabe nicht erledigt hat

INSPIRATION – jegliche Art geistiger Erleuchtung oder Inspiration

 

Für mich ist die große Wochenübersicht, die bereits alle To-Do Listen beinhaltet, der klare Sieger!

 

Weitere Listen:

  • Bücher (die zu lesen, oder zu kaufen sind)
  • Filme / Serien (die man schauen möchte – z.B. Episodentracker)

  • DIY Projekte (Planungen, Zielsetzung)
  • Arbeit
  • Musik / Alben (die man hören, oder kaufen will)
  • Geschenk(-ideen)
  • Meditations – /Sportübungen
  • Ernährungs-/Kochplan
  • Medikamenteneinnahme
  • Ideensammlung / Inspiration (in Form von Notizen, Bildern, Fotos, Collagen etc.)
  • Ziele
  • Brain Dump (z.B. Begriffe, oder Dinge die wichtig sind, die man sich einfach nicht merken kann)

  • Gratitude Log
  • Erfolgsliste
  • Zitate

  • Affirmations

  • Vorsätze

  • lustige und tolle Ereignisse und Geschichten
  • Laune / Schlaf / Ernährung / Produktivitäts – Diagramme
  • Erkenntnisse
  • Beobachtungen
  • Freizeitaktivitäten, die man ausprobieren will, aber immer vergisst (z.B. Artist Dates)
  • Zeichnungen / Stempelproben / Collagen / Kalligrafieversuche / Erinnerungen

  • etc.

 

Review:

Ich bin überglücklich und mehr als zufrieden, diese Journaltechnik gefunden zu haben und kann keinerlei Kritik am Bullet Journal ausüben, da das BuJo komplett an die Bedürfnisse anpassbar ist!

Es hilft sehr den Überblick und die Kontrolle über den Alltag, seine Ziele, Aktivitäten, Gesundheit etc. zu haben! Außerdem fiel es mir weitaus leichter eine Morgenroutine (inkl. work out) aufzubauen und diese nun seit 269 Tagen (angefangen Ende April 2017) aufrecht zu erhalten. Dank der Übersicht und den To-Do Listen weiß man immer genau, was man wann zu erledigen hat und kann sich daher besser auf die Aufgabe konzentrieren und produktiver sein, anstatt Zeit an das Nachdenken zu verschwenden, was man denn noch machen könnte. Dadurch, dass ich meine Aktivitäten dokumentiert habe, konnte ich sie außerdem analysieren und raus filtern, wie und wann ich am produktivsten war und was ich in Zukunft besser machen könnte. Außerdem kann man evtl. Laster entdecken (z.B. dass man zu wenig schläft, zu viel Alkohol trinkt, sich nicht gut ernährt etc.).

 

Tipps:

Natürlich war mein erster BuJo Versuch nicht perfekt und ich konnte einige Schlüsse für mich ziehen, die ich bereits oben in der BuJo Vorstellung angesprochen hatte (siehe Tipps).

Wenn man zu Beginn noch unsicher ist, wofür man das BuJo alles benutzen sollte, kann man es erst einmal für alles benutzen. Nach und nach findet man raus, was am besten funktioniert, was weggelassen werden sollte und was noch fehlt (versprochen! 😉 ).

Auch wenn man keinerlei Ideen hat, wie man seine Layouts am besten gestalten kann, kann man sich Inspirationen zu Genüge über Google, YouTube, Pinterest und Instagram holen (auch ich hab mir selten etwas selbst ausgedacht 😉 ).

Es eignet sich vorauszuplanen und am Sonntag eine Wochenübersicht für die folgende Woche und am Vortag den Plan für den folgenden Tag zu erstellen.

Am Ende des Jahres kann man dann einen Schnitt machen und kurz über sein BuJo gehen, um zu überlegen, was man im nächsten Jahr beibehalten und was man verändern oder ergänzen möchte.

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